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BDI plant Verkürzung von Schweigeminute

Berlin (GE) „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“ – dieser vielzitierte Ausruf hat sich spätestens nach diversen AfD-Kundgebungen bewahrheitet. Laut einer noch nicht veröffentlichten Pressemitteilung des Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) sieht die Zukunft aber anders aus.

Die rasante Zunahme von abgehaltenen Schweigeminuten in Deutschland veranlasste die Verbandsvorsitzenden nun zu einer drastischen Beschneidung der offiziellen Gedenkzeiten. Statt der aktuell noch genehmigten 60 Sekunden (kaufmännisch aufgerundet: 1 Minute), sollen die zukünftigen Mitgefühls-Bekundungen auf 30 Sekunden reduziert werden. In seiner Berechnung beziffert der BDI den jährlichen volkswirtschaftschaftlichen Gesamtschaden auf 2,19 Mrd. Euro. Diese Summe basiere auf der Anzahl an Schweigeminuten, der durchschnittlichen Anzahl an Schweigenden und dem Mindestlohn.

Als zentrale Kritikpunkte an der bisherigen Regelung sieht der Verband vor allem die kurzfristigen Konsumausfälle und die zahllosen Minuten des Anschweigens in Service-Hotlines, natürlich vor dem Hintergrund eines nicht zeitgemäßen Mindestlohnes. Zudem werde in Deutschland generell zu viel getrauert. Dies führe zu einer generellen Benachteiligung des Industriestandortes Deutschland gegenüber den entwickelten Staaten (Burundi, Komoren oder Swasiland).

Als Alternative zu der zeitlichen Trauerverkürzung, spricht sich der BDI Präsident für den Einsatz von Zeitarbeitern aus. Diese könnten kurzfristig und flexibel an die Trauer-Hot-Spots der Bundesrepublik befördert werden, um dort die produktiveren Besser-Verdiener für 30 Sekunden zu ersetzen.

Ergänzt werden soll diese Maßnahme durch eine permanente Trauerbeflaggung mit der Aufschrift „Traurig! :-(„, dadurch würden Kapazitäten der hauptberuflichen Fahnen-Hisser freigesetzt.

 

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