Fernschreiber

Darf ich vorstellen: Generation Kacke

Die Generation Z in der Bewusstseinskrise - wie soll man sich nur mit 21 Jahren nur ein Haus und zwei Autos leisten?

Die beste Satire schreibt nicht die Titanic, nicht einmal das GE; nein, der weichgespülte Ableger der ZEIT, ZEIT Campus scheint auf einmal in diesem Bereich mitzumischen. Anders ist der 50te Artikel über eine von Soziologen erforschte Generation nicht zu erklären. Dieses Mal widmete sich das Schmierblatt der Generation Z und lässt einen Repräsentanten dieser Loosergeneration zu Wort kommen. Der Autor dieses Artikels staunte nicht schlecht, was er in dem Artikel ICH WILL DOCH NUR EIN HAUS UND ZWEI AUTOS las.

Ich möchte gerne den Artikel in seine Einzelteile zerlegen und auf einzelne Passagen Repliken entwerfen.

Überschrieben ist der Artikel mit

Selfies mit Filter? Unser Autor gehört zur Generation Z, aber hat ganz andere Sorgen. Er wünscht sich vor allem eins: Sicherheit.

Sicherheit mit 21 (dieses Alter gibt der Autor an) ist an sich etwas, was vielleicht etwas komisch anmutet, ist doch das Leben, vor allem wenn noch so viel vor einem liegt, eine einzige Unsicherheit mit wenigen Konstanten, aber gut, irgendwo muss auch die Junge Union ihren Nachwuchs bekommen.

In der nächsten Passage formuliert der Generation Zler sein Lebensziel: sicherer Job, Haus und zwei Autos. Auch hier alles im Rahmen; ein Spießbürger, der sich auch als solcher zu erkennen gibt und nicht hinter einer kosmopolitischen Attitüde und Reisewahn versteckt.

Dass es sich bei dieser Person um einen Trottel handeln muss, wird allerdings deutlich, wenn man die nächste Pas1sage liest. Hier heißt es:

Wenn ich die Medien und Kommentare zu meiner Generation durchforste, kann ich mich nicht wiedererkennen. Ich habe kein Instagram- oder Pinterest-Konto, ich nutze mein Handy lieber zum Arbeiten als um Fotos mit Filter hochzuladen.

 Dazu würde ich gerne sagen: du hast Recht! Diese Menschen, die ihr Leben darauf ausrichten schöne Bilder zu generieren, besonders von Urlauben, sind absolute Spasten. Das Problem nur. Du bist es auch. Du willst dich zwanghaft von Spasten abgrenzen und siehst das Handy als Arbeitswerkzeug, mit dem du schneller dein Spießbürgerleben verwirklichen kannst.

Nach einer Passage über seine Herkunft und das für ihn zu leichte Abitur kommt der nächste Hinweis, dass wir es hier mit einem pathologischen Problem zu tun haben.

Nach seinem Studium an einer privaten Business School, dem Zuchtbecken unreflektierter Roboter des Kapitalismus und der Aktivität in einer schlagenden Verbindung fing er als Controller an. Private Business School und schlagende Verbindung. Viele würden an dieser Stelle wohl unterstellen, dass es sich bei der beschriebenen Person um ein Stück Scheiße handelt. Was soll ich sagen; ihr habt wohl recht. Denn im weiteren Verlauf, nach dem dieser erwähnt, dass er für sein Alter ein absoluter Topverdiener ist, bezeugt er seine Ohnmacht.

Trotzdem fühle ich mich ohnmächtig. Meine finanzielle Zukunft ist vollkommen unvorhersehbar. Ich bin mir sicher, dass die staatliche Rente nicht an mich ausbezahlt wird. Jedoch bleibt kein Investment in der heutigen Welt bis ins hohe Alter irgendwie sicher. Es gibt keine Sicherheit, kaum Rendite. Ich kann Geld sparen, aber dann frisst die Inflation oder Nullzinspolitik den Wert des Geldes.

 Ja liebe Leser, das sagt kein in Simbabwe geborenes Albinomädchen, deren Gliedmaßen wahrscheinlich von einen Schamanen in seltene Medikamente verwandelt werden; nein, diese großen Zukunftsängste hat ein gesunder 21 jähriger Deutscher mit guten Einkünften. Vielleicht sollte diesem einmal gesagt werden, dass Unsicherheit zum Leben dazugehört, oder besser gesagt, das Leben ist eine einzige Unsicherheit. Unsicherheit bezüglich Gesundheit, Wohlstand, staatlichen Strukturen etc. Der Mensch gewöhnt sich an alles. Leider auch daran einerseits in einem noch nie dagewesenen Wohlstand zu leben, drei Mal im Jahr zu verreisen, aber gleichzeitig jedem Risiko mit Argwohn zu begegnen und sich in seinem kleinen Leben einzurichten.

Dieser Hobby-Volkswirt, der ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass die Rente nicht sicher ist und sein Geld auch keine Rendite abwirft, scheint ganz besonders große Angst davor zu haben, später nicht genug kapitalisiert zu sein. Und das zu Recht. Denn wenn dieser einmal kein Geld mehr haben sollten, würde jeder merken, was für ein Stück Scheiße er eigentlich ist und als Mensch nichts zu bieten hat.

Wenn man beim Lesen des Artikels gedacht hatte, dass dieser Typ etwas merkwürdig ist, setzt dieser im Folgenden nun einen drauf. Er scheint nämlich der Überzeugung zu sein, dass ein gemeinsames Einkommen von 5000 Euro zu nichts mehr reicht.

Auch die Aussicht, ein Haus kaufen zu können, obwohl meine Frau und ich ein gemeinsames Einkommen von 5.000 Euro netto haben, ist sehr gering. Wir können uns nicht mal ein Auto kaufen. 

Hmm. Absolut verständlich. Der durchschnittliche Häuslebauer in Deutschland hat sicherlich ein Einkommen nahe dem von Bill Gates und auch für ein Auto sollte man mindestens im Vorstand eines Dax-Konzerns sitzen. Ist das sein ernst. Meint er, dass er sich nicht jeden Monat ein neues Auto kaufen kann? Oder fängt für ihn ein Auto erst ab einem Maybach an?

Sehr spaßig wird es auch in den nun folgenden Teil. Nach dem der Jungmanager schon die Finanz- und Währungspolitik scharf kritisiert hatte, sind nun die Verweigerer eines neuen Turbokapitalismus Ziel der Kritik:

In letzter Zeit kommen noch die Probleme der Radikalisierung, des Hasses auf Globalisierung und Freihandelsabkommen dazu – die nicht die Zukunft derer bestimmen, die es kippen, sondern derer, auf die nicht gehört wird. Und die Politik kommt einfach nicht hinterher und verbreitet dadurch eher Unsicherheit denn

Hier macht sich wohl jemand sorgen, dass das große Geldverdienen vorbei sein könnte, bevor er selbst Geld aus den Menschen pressen konnte. Er selbst hat mit 21 natürlich noch nicht genug Neger in Afrika ausgebeutet, die Fußbälle nähen und die neuen Leibeigenen in Asien, die für die weiße Scheiße in der „entwickelten“ Welt billigen Müll produzieren. Was ist dazu zu sagen. Ja, Tatsache. Es kann wirklich sein, dass du zu spät dran bist. Und ich hoffe es sogar. Hoffentlich kommen noch viel mehr Einwanderer und holen sich zurück, was wir ihnen vorenthalten. Ich werde es live auf N-TV verfolgen, wenn die Grenzen Europas geschliffen werden. Und ich freue mich dein Gesicht zu sehen, wenn deine schlimmsten Befürchtungen Wirklichkeit werden.

Denn das Leben kommt oft anders und zweitens und zweitens, HALT DIE FRESSE.

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