Fernschreiber

Radiosender Deutsche Welle sendet ab 2017 auch bei Ebbe

Bonn (GE) Die Deutsche Welle (kurz: DW) sendet in rund 30 Sprachen. Da ist es auch verständlich, dass seit Jahrzehnten keinem Hörer aufgefallen ist: Wenn Ebbe ist, setzt das Signal der Deutschen Welle einfach aus. Der staatliche Auslandsrundfunk der BRD GmbH, finanziert via Spendengelder von Wikipedia und Starbucks, ist bei den Digital Natives bekannt für Internet-Fernsehen, die Erfindung des Internets allgemein und ausgefeilten Kurzwellensendeanlagen in Sri Lanka. Eine Podcast-Folge des aktuellen Intendanten des DW, Peter Limbourg, ist so teuer wie eine ganze Staffel Tatort.

Damit so erfolgreiche Formate wie „CULTURA.21“, „Dokumentationen über Krawall-Kinder“ oder angeranzte ehemalige Chefredakteure „Augstein und Blome“ weiterhin der breiten Masse während der Ebbephase zugänglich bleiben, werden technisch hochentwickelte weitere Relaisstationen gebaut.

So entstehen im Januar 2017 Relaisstationen in Cyclops in Malta, in Ruanda sowie in Sines – Portugal. Um nur ein paar weitere internationale Standorte zu nennen. Der Trick hierbei von Peter Limbourg scheint auf den ersten Blick recht simpel, aber erstaunlich clever. „Es ist sehr unwahrscheinlich, dass bei allen unseren neuen internationalen Standorten gleichzeitig Ebbe herrscht. So kommen die Sendeanstalten gar nicht erst in Versuchung, Sendesignale auszusetzen.“

Auf die Frage der Redaktion, dass der Sendeempfang nichts mit Relaisstationen zu tun hat, gab es bis heute keine Antwort.

#dontbeamaybe

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*