Fernschreiber

Mein Weihnachtswunsch (Deutschlands Person des Jahres)

Gaaaaaaanz schön caliente, der Till

Die Liebe in Form von geschlossenen Ehen steht vor dem abkacken

Er spaltet die Deutschen in zwei Lager: Den einen geht das Messer in der Tasche, den anderen das Herz in der Brust auf, wenn sie ihn sehen oder von ihm hören. (Diese Teilung lässt sich gemeinhin mit der sexuellen Orientierung der Lageristen erklären: Wer auf Männer steht, steht auf ihn. Wer auf Frauen steht, hat verkackt.) Doch, doch, so einfach ist das! Das gibt’s nicht oft, aber das gibt’s: Dass jemand so geil ist, dass nicht mal das Nuscheln wirklich stört. So geil, dass man ihm nachsieht, dass er unfassbaren Ramsch in Filmform produziert.

Ich schwöre, ich habe alle seine Filme mindestens zweimal gesehen. Und das ist mir nicht peinlich. Normalerweise achtet man darauf, die eigenen Neigungen zu kaschieren, irgendwie zu rechtfertigen. So zu tun, als sei es um den Inhalt des Films (or what so ever) und nicht um die geilen Schultern des Hauptdarstellers gegangen. Die Barefoot-Productions entbinden einen von dieser Heuchelei: Sie sind frei von Inhalt, für den man sich interessieren könnte. Eine Befreiung für die Konsument(inn)en:

Scheiß auf die Story! Scheiß auf das in Slow-Mo galoppierende weiße Pferd in „Barfuss“. Scheiß auf die Plakativität, scheiß auf den Kitsch! Alles was zählt, ist dieser Arsch („Der bewegte Mann“), dieser Kiefer (jeder einzelne Film), diese Augen!

Jeder fängt mal klein an, auch Till: Lange ist’s her, da musste der Gute noch Pornos synchronisieren um ein bescheidenes Entgeld zu erhalten. Wobei doch Artikulation ganz klar seine Schwäche ist.

Mein Weihnachtswunsch für mich und alle anderen Frauen 2016: Ein Porno, synchronisiert von Henning May, dargestellt aber von Till himself.

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