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Studie belegt: Fussballverein HSV bester Arbeitgeber

Der hamburger Fussballtempel, die HSH Kühne-Arena

Hamburg (GE) Eine weder geplant noch durchgeführte Studie belegt Skuriles: Der Hamburger Sport-Verein e.V. ist Deutschlands bester Arbeitgeber. Aus Arbeitnehmersicht zahlt kein Unternehmen oder konkurrierender Verein höhere Gehälter für weniger Leistung. Aus dem Umfeld der Profis heißt es „Es herrschen wirklich traumhafte Bedingungen hier. Gut, am Wochenende müssen wir manchmal vor die Türe, aber sonst kann man echt entspannen und hat genügend Zeit, die ganze Kohle für unnütze Statussymbole rauszufeuern. Und familienfreundlich ist der Verein auch: Mittlerweile wollen meine beiden Lütten auch nicht mehr mit ins Stadion und seitdem Bruno weg ist, können wir auch unsere Frauen zu den regelmäßig nach den Spielen stattfindenden Frustsaufen mitnehmen“, so ein sichtlich angetrunkener Spieler, auf dem Weg ins FKK-Babylon, das versteckt im Stellinger Park gelegen ist.

Arbeitgeber mit Strahlkraft

Nicht nur die Profis schätzen die guten Umstände – auch auf Trainerebene sind diese bekannt: 14 Trainer seit 2010 können dies bestätigen. Hier hat sich ein Vergütungsmodell etabliert, welches auch nach Niederlegung des Amtes Gehaltsflüsse garantieren. Wie bei Beamten, während des Dienstes. Die historische Erfolgsquote seit Martin Wilke (1963) liegt bei knapp 38%. Mit 34 Spielen pro Saison unter Anwendung dieser Quote, stünde der erfolgsverwöhnte Sportklub mit rechnerischen 38 Punkten sicher vor den Relegationsplätzen. Aber: Der Finanzvorstand macht seine Hausaufgaben und sieht die zusätzlichen Saisonspiele 35 und 36 als zusätzliche Einnahmequelle und will auch in der angelaufenen Saison 2015/2016 nicht darauf verzichten.

Die Auszeichnung „Erfolgreichster Trainer“, mit einer Erfolgsquote von 100%, geht übrigens an Frank Arnesen. Um den Titel „Erfolglosester Trainer“ streiten sich gleich mehrere Kandidaten hitzig: Holger Hieronymus, Rodolfo Cardoso und Peter „Rucksack“ Knäbel können allesamt stolz eine Quote von null gewonnenen Spielen vorzeigen (Anm. d. Red. Noch einmal in Worten: Null). Auch der aktuelle Trainer (Stand 22.10.2016) Markus Gisdol hält sicher die Null und den Laden gut zusammen. Aber Erfolg wird ja bekanntlich in Hamburg nicht an Ergebnissen gemessen. Am Ende ist nur entscheidend, dass die Stadionuhr weiterläuft.

Das Gesellschafts-Echo gratuliert und wünscht weiterhin viel „Erfolg“! Wir wollen übrigens auch so eine Art Stadionuhr. Die läuft dann so lange, bis wir in der Redaktion Post vom nächsten Abmahnanwalt bekommen.

 

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