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FrustRating – Kneipen & Bars: Speis‘ und Trank

Elbschlosskeller (GE) „Alkohlkonsum und Einkommen sind neagtiv korreliert“ (P. Hartz, Familienminister a.D.). Ein unscheinbares Zitat mit der Kernaussage: „Umso mehr du trinkst, desto höher dein Gehalt“. Doch wohin nur mit all‘ dem Schotter? Seitdem sich die Türkei und Nordafrika für Billig-Pauschal-Reisende als No-Go-Area entwickelen haben, verbringen immer mehr Deutsche ihren Urlaub unter der Kneipensonne ihres heimischen Quartiers. Viele von ihnen werden zu Unrecht bevorurteilt: „Wehe du trinkst wieder bis zum Erbrechen. Die Bettdecke hab‘ ich grad erst getümmelt“ – nur ein Auszug der gängigen Vorwürfe. Was viele Ehefrauen, Schwiegermütter und Kinder unterschätzen: Die Qualität von Speis‘ und Trank ist nicht minder ausschlaggebend für die Speifreiheit, wie die Quantität der konsumierten Menge.

Das Gesellschafts-Echo hat deshalb seinen Praktikanten durch die virtuelle Kneipen- und Barwelt geschickt, um für Sie die besten Bewertungen von Speis‘ und Trank einzusammeln. Machen Sie sich’s mit ner schönen Molle auf Ihrer LED-weiße-Kunstlederoptik-Couch von POCO-Domäne so richtig gemütlich und genießen die wundersamen Bewertungen*:

„Es war ein eiskalter Winterabend kurz vor dem Weihnachtsfest am Bellevue. Der Königin und dem König stand der Sinn nach etwas Abwechslung und so begab es sich, dass Sie über die Brücke am Fluß  in einen nicht sehr bekannten Teil Ihrer Stadt  nach Moabit  gingen. Da es aber so kalt war, entschieden Sie, nach nur wenigen 100 Metern Fußweg in ein Gasthaus einzukehren, dessen Namen Zur Quelle war. Die wenigen anwesenden Untertanen blickten erstaunt auf, als das königliche Paar den Gastraum betrat. Große Stille legte sich über den wohl sonst so gastfreundlichen Raum. Ein freier Tisch war schnell gefunden und noch immer betrachteten die einheimischen Bewohner das Paar mit großer Befremdlichkeit. Schließlich erbarmte sich die Magd, die für das leibliche Wohl der Gäste zuständig war, und trat an den Tisch der Hoheiten. Der König war ein wenig hungrig und fragte aus diesem Grunde nach einem kleinen Häppchen zum Essen (welches auf diversen Tafeln in der Lokalität angepriesen wurde). Die Magd war sehr erstaunt und bot lediglich Getränk und Rauchwaren an. Nur mit großer Beharrlichkeit konnte der König sie überzeugen in die Küche zu gehen und ein kleines Gericht aus Erdäpfeln und Eiern herzurichten. Die Magd war darüber nicht erfreut und tat dies dem königlichen Paar auch deutlich kund! Beschwichtigt wurde die sie nur dadurch, dass die Hoheiten sehr durstig waren und deshalb reichlich dem schön gezapften Bier zusprachen“

„Kennt ihr diesen penetranten hefigen Geschmack wenn ihr Pulverbrühe in Wasser rührt? Gepaart mit dem Natriumglutamatgeschwängerten Nachgeschmack ist das einfach eine Zumutung. Muss ich erwähnen das die Maultaschen TK waren und eine undefinierbare Füllung hatten. Als Hauptspeise gab es dann lasche Fertigspätzle in Pulverpilzrahmsoße. Ich war bedient und als dann noch der Ober/Chef fragte wie es schmeckt, habe ich ihm vom Pulverdrama erzählt. Er gab zu, dass alles aus der Pulverdose und TK kommt und meinte, so ist das halt in einer Kneipenküche“

„Wenn wir hier einen Gin Tonic trinken, der vor allem sehr nach Tonic und Eiswürfeln schmeckt, uns hinterher zufällig die Polizei aus der Bar kommen sieht und anhält und mich pusten lässt, dann ist es noch seltsamer, wenn ich nur 0,11 ‰ habe… Gin hat laut Wikipedia mind. 37% Alkohol. Nach 4cl Gin hätte man eigentlich gut 0,3‰..“

„Das Bier ist billig, die Schmalzbrote sogar umsonst, und der Suff garantiert. Hier treibt sich Abgründiges rum: Punks, Rocker, Streetkids und Alkoholiker geben sich hier ein Stelldichein.“

„Ob nun am 1. Mai, nach einem Konzert zum weiter-ins-Dilirium-saufen oder einfach nur so zum Spaß. Dank der billigen Bierpreise und des leckeren Mexis finde ich mich mit meinen Leuten auch viel zu oft in dieser schönen Spelunke wieder.“

„God Save the bierpreise. Nüchtern bleiben geht hier nicht.“

„Es war leider furchtbar! Evi war nicht kultig sondern unfreundlich und unangenehm. Das Inventar ist eingestaubt und wirkt nicht gepflegt. Die Toiletten sind ebenfalls eine Zumutung. Das Publikum war gemischt und eigentlich ganz angenehm. Evi selbst hat uns mürrisch die Getränke serviert und mit Ihren verrauchten Fingern direkt in die Eiswürfelmaschine gegriffen. Auf dem Tresen standen eingerauchte nicht abgedecke Frikadellen  auch nicht gerade appetitlich.“

 

Das Highlight im Kabinett der Abartigkeiten erreicht folgende Kaschemme:

„Fabelhaft für den preißgünstigen Absturz. 2,80 für Gin Tonic und dazu noch ein nettes Tanzräumchen mit Raucherlaubnis. Ein Träumchen.“

Einfach wunderbar <3

Ihre Molle ist nur leer und Sie haben Lust auf mehr? Plündern Sie die Urlabskasse, streifen Sie Ihre Draußenspielklamotten über und gehen Sie in die nächste Spelunke. Wir versprechen Ihnen, das ist das Real Life. Mit Pikatchu & Co lässt sich’s halt nicht saufen. Sollten Sie ähnlich lustig anmutende Erfahrungen machen, schreiben Sie unserem Kolumnisten an dr.p@gesellschafts-echo.de. Der ließt seine Mails eh nicht. Spielt lieber besoffen mit seinen Haustieren und parkt im Halteverbot – eben ein richtiger Real Lifer.

Seien Sie gespannt auf das große Finale der FrustRating-Reihe: Publikum

 

Sie lieben pampige Bewertungen und schlechtes Essen? Dann stöbern Sie doch einfach mal in unseren FrustRatings – Lieferserive.

 

 

*Quelle: Yelp (ausgesprochen: Jälpp)

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