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FrustRating – Kneipen & Bars: Sauberkeit und Hygiene

Elbschlosskeller (GE) „Alkohlkonsum und Einkommen sind neagtiv korreliert“ (P. Hartz, Familienminister a.D.). Ein unscheinbares Zitat mit der Kernaussage: „Umso mehr du trinkst, desto höher dein Gehalt“. Doch wohin nur mit all‘ dem Schotter? Seitdem sich die Türkei und Nordafrika für Billig-Pauschal-Reisende als No-Go-Area entwickelen haben, verbringen immer mehr Deutsche ihren Urlaub unter der Kneipensonne ihres heimischen Quartiers. Dort sind sie teilweise widrigen Bedingungen ausgesetzt, die eine erfolgreiche Tresenschlacht schon zu Beginn vernichten können.

Das Gesellschafts-Echo hat deshalb seinen Praktikanten durch die virtuelle Kneipen- und Barwelt geschickt, um für Sie die besten Bewertungen von Sauberkeit und Hygiene. einzusammeln. Machen Sie sich’s mit ner schönen Molle auf Ihrer LED-weiße-Kunstlederoptik-Couch von POCO-Domäne so richtig gemütlich und genießen die wundersamen Bewertungen*:

„Prima Sperrmüllmöbel. Schönes OSB Parkett. Die Wände geil unverputzt und hübsch ungestrichen. Super Elekromusike und W-Lan. Kann man bestimmt spitze an Projekten arbeiten. Ich freue mich schon auf Bio-Latte trinkende Muttis und ausgebaute Eigentumsdachgeschoßwohnungen mit Fahrstuhl im Innenhof.“

„Allerdings habe ich es nicht länger als 10 Minuten in dem Laden ausgehalten. Atemnot, ich muss raus. Alter, der Sauerstoffanteil in dem Laden lag bei geschätzten 0,024%, der Rest der Luft bestand aus Teer, Nikotin usw. Voll ekelhaft. Ich vrestehe nicht, wie man da den ganzen Abend tanzen kann. Ich hatte zwischenzeitlich die Hoffnung, dass irgendwann Sauerstoffmasken aus der Decke fallen… Aber fehlanzeige. Jede Minute in dem Laden hat mich wohl ein Jahr Lebenserwartung gekostet…“

„Es fehlen die Tapeten, es wirkt alles schmuddelig, das Mobiliar ist zusammengestückelt. Die Tische sind vermüllt, dass liegt aber an der Kundschaft. Es wird alles etwas ranzig.“

„Der Aufstieg in das das Lokal hat schon böses vermuten lassen. Es roch schon nach Urin, Glasflaschen lagen rum. Vor der Tür sind dann Schilder angebracht mit illegaler Drogenhandel verboten. Naja, mit viel Überwindung hab ich dann den Laden betreten.  Im Innenraum haben sich dann meine Erwartungen mehr oder weniger bestätigt, der Dreck steht schon förmlich auf den sehr rustikalen Holztischen.“

„(…) deshalb vergebe ich nur zwei Sterne, da der Kaffee nicht gut ist und z.B. die kostenlosen Schmalzbrote noch abartiger sind, wenn man nüchtern die darüber hinweglaufenden Kakerlaken beim Sex beobachten und ganz genau erkennen kann. Kostenloses-Schmalzbrot-Finger und Touchscreen Jukebox passen nicht zusammen ;)“

„Ausblick: wirklich gut. Luft: diskutabel. Leider ist letzteres zum Überleben wichtiger. Aber in der Schanze gibts ja genug jungen Leute, die noch Reserve in der Lunge haben…“

„Lange her ist es, dass mich mal jemand hier hinein schleppte, weil die Atmosphäre so toll sei. Fand ich nicht. Saufen und Rauchen und gegen Lärm anschreien um irgendetwas zu hören, ist und war nie mein Ding.“

„Die Toilette hab ich nur mal aus Interesse besucht, geputzt wurde da aber schon ewig nicht mehr (Trainspottingstyle) und das Bier würde ich nur in der Flasche trinken.
Saugeiler Laden!“

„Preise sind zivil und man sollte auf sein Bier aufpassen. Ansonsten immer in Bewegung bleiben, damit man nicht am Boden festklebt. In der Toilette, wenn man diese so bezeichnen mag, sollte man nur sehr langsam und sehr wenig atmen.“

„Man muss dann aufpassen, dass man sich nicht das Kreuz bricht, weil überall Flaschen rumliegen. Die WC’s sehen ebenfalls schon seit Jahren übel aus.“

„Bevor Du Dich hinsetzt, prüfe ob der Sitzplatz auch zum Sitzen geeignet ist und nicht durch diverse Verschmutzungen (Urin, Blut,Bier,……..) seine Eignung dafür verloren hat.“

„Besonders empfohlen für einen unvermeidlichen Toilettenbesuch. Etwaige Trainingsübungen zur Immunabwehr bei einem Aufenthalt auf den Strassen Kalkuttas könnten auch noch in Erwägung gezogen werden.“

„Das Ambiente: Rustikal bis versifft, aber da dort so viel geraucht wird, dass man manche Gerüche nicht mehr wahrnimmt, ist es auszuhalten (für Raucher und Hartgesottene). Achja, den Klostein riecht man schon unten am Eingang“

„Für die Toiletten sollte man aber Gummistiefel mitbringen…“

 

Das Highlight im Kabinett der Abartigkeiten erreicht folgende Kaschemme:

„Lang, lang ist’s her, bestimmt 15 Jahre ich war ein junger Spund, der auf dem Kiez seine Grenzen austesten wollte. Und die waren schnell erreicht. Um ca. 21h habe ich meinen Mageninhalt direkt vor dem Tresen entleert. Und keinen hat es interessiert. Dafür volle Sternzahl!“

Einfach wunderbar <3

Ihre Molle ist nur leer und Sie haben Lust auf mehr? Plündern Sie die Urlabskasse, streifen Sie Ihre Draußenspielklamotten über und gehen Sie in die nächste Spelunke. Wir versprechen Ihnen, das ist das Real Life. Mit Pikatchu & Co lässt sich’s halt nicht saufen. Sollten Sie ähnlich lustig anmutende Erfahrungen machen, schreiben Sie unserem Kolumnisten an dr.p@gesellschafts-echo.de. Der ließt seine Mails eh nicht. Spielt lieber besoffen mit seinen Haustieren und parkt im Halteverbot – eben ein richtiger Real Lifer.

Seien Sie gespannt auf die nächste FrustRating-Veröffentlichung in der Kategorie: Speis‘ und Trank

 

Sie lieben pampige Bewertungen und schlechtes Essen? Dann stöbern Sie doch einfach mal in unseren FrustRatings – Lieferserive.

 

 

*Quelle: Yelp (ausgesprochen: Jälpp)

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