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FrustRating – Kneipen & Bars: Service & Personal

Elbschlosskeller (GE) „Alkohlkonsum und Einkommen sind neagtiv korreliert“ (P. Hartz, Familienminister a.D.). Ein unscheinbares Zitat mit der Kernaussage: „Umso mehr du trinkst, desto höher dein Gehalt“. Doch wohin nur mit all‘ dem Schotter? Seitdem sich die Türkei und Nordafrika für Billig-Pauschal-Reisende als No-Go-Area entwickelen haben, verbringen immer mehr Deutsche ihren Urlaub unter der Kneipensonne ihres heimischen Quartiers. Dort sind sie der Willkür der Wirte und Köbesse ausgeliefert und durchleben vom Himmel auf Erden bis zur Gewaltandrohung so ziemlich alles.

Das Gesellschafts-Echo hat deshalb seinen Praktikanten durch die virtuelle Kneipen- und Barwelt geschickt, um für Sie die besten Bewertungen von Service & Personal einzusammeln. Machen Sie sich’s mit ner schönen Molle auf Ihrer LED-weiße-Kunstlederoptik-Couch von POCO-Domäne so richtig gemütlich und genießen die wundersamen Bewertungen*:

„Die Kellnerin kommt, mit der Karte – doch Hallo sagt sie nicht, sie sagt: Essen ist aus! – aber Sie sagt es einigermaßen freundlich.
Gut, sagen wir, dann trinken wir erst mal was.Sie geht – ohne eine Bestellung aufzunehmen.
Sie geht zum Tresen.
Sie wurschtelt ein bisschen rum.
Wir wissen, was wir trinken möchten.
Sie kommt nicht wieder.
Sie geht zur Küchenausgabe.
Sie bekommt Essen.
Sie setzt sich an den Tresen und beginnt zu essen.
Niemand anders kommt zu uns um unsere Bestellung aufzunehmen.
Sie isst.
Wir haben Durst.
Sie isst.
Wir haben Durst.
Sie isst.
Wir beschliessen zu gehen.
Sie isst.
Wir stehen auf.
Sie isst.
Wir gehen. Guten Appettit sage ich beim Gehen zu ihr.
Danke sagt sie und lächelt mich an.“

„(…) Unser Geschirr haben wir dann halt selbst weggeräumt, damit wir wieder Platz haben, und als der Kellner mit neuem Bier kam, habe ich dann mal gefragt, was denn mit den vielen leeren Gläsern auf dem Tisch sei. Er: „Warum?“ Ich: „Naja, wir brauchen sie jedenfalls nicht mehr …“. Dann hatte er’s für dieses eine Mal verstanden (…).“

„Unverschämte Toilettenfrau, die die Gäste am Karnevalsfreitag nur gegen Bezahlung zur Toilette lässt!“

„Die Bedienung ist sehr langsam und wenn alle Stühle genutzt sind, gibt es auch keine Gläser mehr, sodass erst ausgetrunken sein muss ehe die nächste Runde kommen kann.“

„Die positiven Bewertungen hier können angesichts des charakterlich absolut widerlichen Wirtes nicht authentisch sein.“

„Nachedem wir am 11.11. 45 minuten an erster Stelle in der Schlange standen (normalerweise haben die glaub ich keine Warteschlange) und der Türsteher immer wieder Leute die hinter uns standen reinließ, tippte ich diesem auf die Schulter um ihn zu fragen, ob wir auch noch reinkommen. Ehe ich überhaupt was sagen konnte, hatte ich schon 3 Schläge der Tührsteher einkassiert.“

„Ich weiß nicht ob das Personal wechselt aber die Male, als ich da war, stand ein und der selbe gelangweilte und/oder genervte Barmann da und wartete auf seinen Feierabend. Selbst eine Bierbestellung schien zuviel. Okay, Berliner Charm hin oder her, sie sollen einem ja nicht in Hintern kriechen aber was einem da entgegen schlägt, grenzt an Ablehnung.“

„Als wir die zweite Runde bestellen wollten, fragte meine Frau, warum der Preis für die Cola Light auf dem Bierdeckel teurer ist als in der Karte, bzw. warum es nur 0,2L anstatt 0,33L zum gleichen Preis sind. Der Besitzer der Bar regte sich ohne Grund dermaßen über die Frage auf, dass wir entschlossen lieber woanders etwas trinken zu gehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kneipe mit einem solchen Choleriker an der Spitze auf lange Sicht gut laufen kann.
Er meinte er könne nicht jedesmal 200 Euro rauswerfen um eine neue Karte drucken zu lassen, wenn sich ein Preis ändert. Wenn er für diese Karten 200 Euro bezahlt hat, dann wurde es aus meiner Sicht ziemlich verarscht. Man könnte auch mit Edding einfach den neuen Preis oder die neue Größe daneben schreiben. Jeder asiatische Imbiss bekommt das ohne Probleme hin…
Das verlangt aber auch keiner von ihm, nur sollte man Kunden gegenüber einen netteren Ton wählen. Er sagte bzw. schrie es sei ihm ja auch scheißegal, ob wir ihn auf „Facebook disliken“. Wir seien sowieso die typischen Kunden die nur einmal vorbeikämen und dann noch rummotzen. Bitte tut mir den gefallen und gibt dort kein Geld aus, er scheint von seinen Stammgästen gut genug zu leben…“

„Auf die Frage wieivel ein 10er-Bembel kostet bekamen wir die Antwort „Sag ich dir nicht.“ (Preis steht nicht in der Karte). Bei der Bestellung kam bei einem Gericht nur der Kommentar „Aus!“

„Bei meinem Besuch war die Bedienung deutlich unmotiviert und musste sich vor allem um ihren Kerl kümmern, der ihr am Tresen seine Großartigkeit bewies.“

„Die Küche ist zu, das sag ich euch gleich!“
„Ich hätte gerne nur einen Latte Macchiato.“
„Die Küche ist zu, hab ich doch gesagt!!“

„Wer sich der Herausforderung stellen möchte, sollte einmal mit der dicken, tattoowierten Bartante ein Mexikaner-Wetttrinken starten oder mit Altpunks über den Mauerfall diskutieren.“

„Das ist mal eine Kneipe, die diese Bezeichnung verdient. Bier, Dart, lange auf, handfeste Bedienung, die Gäste je später je lustiger, und Kommentare und Bemerkungen kommen grundsätzlich bei allen unfrisiert so raus, wie sie im Hirn aufgetaucht sind, nur lauter. Salzstangen gibt’s auch.“

„Nach der anfänglichen Euphorie über die Derbheit, wurden wir ein anderes Mal direkt an der Tür abgefangen „Ne! Auf so viele hab‘ ich jetzt echt keinen Bock“ – wie gesagt, muss man mögen. Ich mag’s nicht.“

„Personal ist extrem arrogant und unfreundlich. Steht gelangweilt hinterm Tresen und ignoriert einen , weil er scheinbar grad kein Bock hat , nen Cocktail zu mixen . Auf meine Frage, ob ich denn zwei Long Island haben könnte, wurde ich von oben bis unten gemustert , als hätte ich den Verstand verloren, so etwas zu fragen und mit einem genervten : “ Äh,ja….später.“ abgespeist. Klar, kein Ding, entspann erst mal 5 Minuten und unterhalt dich weiter mit deinem Nebenmann, bevor du deiner Arbeit nachgehst…“

„Am Ende habe ich den Kellner angesprochen, wieso er so aggressiv und respektlos gegenüber den Gästen ist und dass er sich mal beruhigen und runter kommen soll für einen Moment. Als Antwort bekam ich „Guck wie viel los ist; komm du mal hier arbeiten, dann kannst du was sagen“

„(…) im ton hart aber herzlich und ein klar durchstrukturierter laden – kellner mit ernte 23 – stimme,hartgesotten und schweigsam, nimmt sofort die bestellung auf und beinahe zeitgleich steht der pfirsichsaft auf dem tisch – zwo euro! die gäste, ohne ausnahme berufstrinker, werden bei grobem fehlverhalten wie etwa dem urinieren im gästebereich,lautem schnarchen am tisch, frechsein oder in ausübung einer straftat, wie der versuchten tötung eines gastes oder sexuellen praktiken an hilflosen,vom personal höflich aber dynamisch des lokales verwiesen.“

„Es ist schon beinahe lustig, wenn man beobachtet wie sich die Kellner vor den Gästen verstecken und vor Arbeit drücken“

„Der Wirt trinkt mit, und gibt an guten Tagen auch mal ordentlich einen aus. Von Trinkgeld will er partout nichts wissen.“

„Die einzige Kneipe ist, der es offenkundig vollkommen piepe ist, was irgendjemand über sie denkt. Es ist der nackte Flitzer beim Championsleague Spiel, der verrückte Opa, der auf der Familienfeier für die nötige Dosis Heiterkeit sorgt, der APPD-Werbespot vor der Tagesschau, das wunderschöne Pflänzlein, das in einem Feld sich selbst verherrlichender Primadonnen von allen nur als Unkraut (v)erkannt wird. Der eine Laden, der Originalität in ihrer reinsten Essenz repräsentiert und deswegen in mir vor Jahren schon einen regelmäßigen Besucher gewonnen hat.“

„o je…bitte tut mir den gefallen und verirrt euch nicht in diesem runtergekommenen, nach kotze stinkenden laden, ihr würdets bereuen, es gibt weitaus interessante läden, als diesen komischen,mit kampflesben besiedelten punkschuppen, der nicht viel zu bieten hat, außer ein paar seelisch verkrüppelte junks..na gut manchmal gibts freibier und (auch für eine frau) ein paar auf die fresse von äußerst „toleranten “ türstehern.“

 

Das Highlight der Ignoranz erreicht folgendes Personal:

„Dazu kommen hier noch die unverschämten Kellner die einen auslachen wenn man etwas bemängelt.“

Einfach wunderbar <3

Ihre Molle ist nur leer und Sie haben Lust auf mehr? Plündern Sie die Urlabskasse, streifen Sie Ihre Draußenspielklamotten über und gehen Sie in die nächste Spelunke. Wir versprechen Ihnen, das ist das Real Life. Mit Pikatchu & Co lässt sich’s halt nicht saufen. Sollten Sie ähnlich lustig anmutende Erfahrungen machen, schreiben Sie unserem Kolumnisten an dr.p@gesellschafts-echo.de. Der ließt seine Mails eh nicht. Spielt lieber besoffen mit seinen Haustieren und parkt im Halteverbot – eben ein richtiger Real Lifer.

Seien Sie gespannt auf die nächste FrustRating-Veröffentlichung in der Kategorie: Sauberkeit und Hygiene.

 

Sie lieben pampige Bewertungen und schlechtes Essen? Dann stöbern Sie doch einfach mal in unseren FrustRatings – Lieferserive.

 

 

*Quelle: Yelp (ausgesprochen: Jälpp)

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