Fernschreiber

African Solution

Mehrere Fliegen mit einer Klappe

Als Goethe den Werther schrieb, fing er Zeitgeist ein, gab ihm Namen, Kleidung und Schicksal. Nachdrücklich verabschiedete er sich von Gottes Sprödheit und schritt voraus, Sturm und Drang und Mondenlicht für die Schöngeister.

Ein Paradigmenwechsel.
Den brauchen wir auch.
Was brauchen wir?

Werther hat uns gelehrt: Wer denkt, der leidet. Kunst ist nicht nur Projektionsfläche und Ressonanzkörper für den Konsumenten, sondern auch ein Ventil für den Künstler, den jeweiligen Zustand des Universums um ihn herum auszudrücken.

Solange kein offensichtlicheres Regime die Sorge ums Allgemeinwohl übernimmt, fahren wir hier im Westen ganz gut damit, Dichter zu sein.

Wir sind wie arbeitslose Hofnarren, die den Hofstaat ignorieren und -solange wir nicht gewalttätig werden- vom selbigen zurückignoriert werden. Das ist ein seltenes Glück. 

Was brauchen wir?

Die Dichterin sagt: Konsequenz. Der Zeitgeist fordert: Trash. Die Postmoderne ist waschbetonfarben.

Der Krieg tobt, die Festung wird beschützt.   

Lange halten sie nicht mehr, die Tore.

Vielleicht begeht Frontex bald ein völkerübergreifendes Massaker.

Vielleicht jemand anderes mit ähnlichem Beruf.

Wir werden sehen.

Natürlich würde man viele Probleme mit einem Schlag lösen, wenn man beispielsweise Afrika konsequent entvölkerte.

Plus die panarabischen Staaten. Rohstoffe für (dann) alle, das Hungerproblem stark reduziert. Islampolitik- Schnee von gestern. Diskutiert man das bereits?

Man bedenke auch die attraktiven Reiseziele, die mit einer Entsiedelung Afrikas entstehen würde: Boarden am Kilimanjaro, die befreite Natur würde sich rasend schnell regenerieren. 

Einen Teil der Landschaft sollte man für die Trennung, Verbrennung, Einlagerung und Endlagerung des global anfallenden Mülls abteilen, dies würde die Weltmeere und einige Schwellenstaaten massiv entlasten. Und endlich Raum bieten, ordentlich zu recyclen.

Würde man eine Fläche die nur etwa so groß ist wie die heutige Elfenbeinküste in einen Solarpark umwandeln, ließe sich der Energiebedarf von ganz Mittel- und Westeuropa decken.

In manchen Regionen könnte man Tiere schützen: Man braucht schließlich nicht den gesamten Kontinent als Nutzfläche. 

Hiermit wäre -ökologisch gesehen zumindest- ein Holocaust auf afrikanisch dringend anzuraten.

1 Kommentar zu African Solution

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