Fernschreiber

Generation „mir doch egal“, ein neues Portrait: Der „Alt-68er“

Faktisch bewiesen: Alle Satiriker sind sapiosexuell

Hamburg, auf der Kühlerhaube des Porsche Cayenne.. (GE)

Liebe Leser,

das Gesellschafts-Echo rückt mit Thesen und Themen in die Mitte der journalistischen Finesse. Raus aus der einfachen und allgemeinen SATIRE, die auf jedem rumhackt, alles in den Dreck zieht, sich über jeden lustig macht—–Wir können auch anders!!

Jedem von uns dürstet es einmal mit einem Medienskandal à la „Causa Böhmermann“ in die Tagesschau zu kommen, den billigen Witz geschickt zu platzieren, die Lacher von drei Nerds zu kassieren, die unseren Bericht liken, teilen und final von Günther Jauch in einer indisponierten Politdiskussion zitiert zu werden… doch nichts ist wichtiger als die Wahrheit, das schonungslose Offenlegen von gesellschaftlich relevanten Themen, die eine kontroverse Debatte auslösen, wir sind Gesellschaft, wir sind das Gesellschafts-Echo!

Heute widmen wir uns den Alt-68ern, die nach ihrer wilden Zeit mit Schottern, Anketten und Windmühlen bauen heute kurz vorm Ruhestand angekommen sind. Dort aber immer noch nicht Müde, sich ihren Platz in der Gesellschaft jeden Tag aufs Neue zu erkämpfen!. Nach Jahren voller Entbehrungen, Ravioli aus der Dose, D-Mark in der Hand und Gruppensex mit Rita und Uschi, wurde es Zeit, sich in den Innenstädten zu behaupten, denn „Platz da!“, graumeliertes Haar am Steuer des Audi Q7 braucht Beachtung!

Herzlich willkommen bei der Generation: „wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment“. Die Beschreibung dieses Charakters fällt nicht schwer. Bugatti Schuhe,  Tissot Uhr am Handgelenk, Tweet Jacket mit „Keine Atomkraft“ Button. Fahrbarer Untersatz: Porsche Cayenne oder Audi Q7, Sohn Marius muss morgens doch in die fünf Minuten entfernte Schule gefahren werden. Beruflich ist man inzwischen kurz vor der Rente.  Als Geschäftsführer eines Schweinemastbetriebes im günstigen Niemandsland, beutet er Arbeiter aus Bulgarien und Serbien für 5,00 Euro die Stunde aus, klarer Gutmensch!

Das Fallbeispiel:

Sie fahren mit dem Fahrrad durch die schmalen Gassen Ihrer Großstadt morgens zur Arbeit. Es ist eng und man sollte rücksichtsvoll miteinander umgehen, andere Verkehrsteilnehmer vorlassen, um auch selber vorgelassen zu werden. Auf einmal stoppen Sie um am Zebrastreifen eine Mutter mit Kinderwagen passieren zu lassen. Hinter Ihnen fährt der besagte Q7 Fahrer. Entscheiden Sie sich, was passiert!

a) Nachdem Sie angehalten haben, hält der Wagen hinter Ihnen auch und hält ausreichend Abstand. Der Fahrer wirkt entspannt und ausgeruht, macht sich eine Zigarette im Auto an und dreht die Anlage auf. Er hat einen zweifelhaften Musikgeschmack, doch bei voller Lautstärke lachen Sie auch bei David Hasselhoffs “ I´ve been looking for Freedom“. Sie lassen die Mutter passieren und setzen Ihre Fahrt fort, der Audi fährt im Schritttempo hinter Ihnen her.

b) Nachdem Sie angehalten haben, spüren Sie den Kühlergrill an Ihrem Hintern, der sichtlich nervöse und ungeduldige Fahrer hupt was das Zeug hält und lässt den Motor aufheulen. Als die Mutter gerade ihr Smartphone in Mitten der Straße aus der Tasche holt, wird es dem Q7 Fahrer zu bunt. Er zieht links rüber, fährt sie entspannt über den Haufen, rammt den Kinderwagen, kurbelt die Scheibe runter und pöbelt der Frau entgegen: “ Beim nächsten Mal knall ich Dich, Du scheiß Fotze“, bläßt nochmal CO2 seines Audi Q7 Diesel der Mutter und Kind ins Gesicht, und rast mit Tempo 100 in der 30er Zone davon.

Diese und weitere Abbilder unserer Gesellschaft lesen Sie in unserer neuen Serie: Generation XYZ – prägnante Wahrheiten über unsere Gesellschaft! Sofern Sie sich in einem der Beispiele wiederfinden, verzweifeln Sie nicht,  sondern teilen Sie, wie sonst üblich auch, diesen Beitrag bei facebook, instragram, twitter, snapchat oder auf Ihrem YouTubeKanal. Denn es ist Ihnen ja sowieso völlig egal, was sie im Internet liken. Den Hang zu süßen Katzenbabies oder ein geiles Video von mordenden Terrorbanden! #Generationmirdochegal

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