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Kidnapping: Redaktionsmaskottchen verschleppt

Zweiraum-Wohnung in einer beliebigen Großstadt (GE) #Satiredarfalles. Finden wir auch. Aber das, was über den Feiertag passieren sollte, grenzt an Majestätsbeleidung und fällt unserer Ansicht unter den Paragraf 103 StGB. Kurze Erläuterung:

Sparnix (links im Bild), ausgebildeter Römer und erfahren im Kampf gegen ein kleines gallisches Dorf und gegen Eppendorfer-Porsche-Panamera-fahrende-Mütter, ist ein Gründungsmitglied des Gesellschafts-Echos und seither für die Finanzen aller Redaktionsangelegenheiten zuständig (auch für den „Aufbau Österreich“). Durch seinen leichten Silberblick, stimmen die Zahlen am Ende des Monats nicht immer mit den Beträgen in der Kasse überein, aber Loyalität kann man nicht kaufen.

Heike (rechts im Bild) ist die gute Seele der Redaktion. Gibt es strittige und kontroverse Diskussionen auf der Redaktionskonferenz, holt sie alle Teilnehmer mit selbstgeschmierten Schnittchen und etwas Helbing wieder runter. Als Empfangsdame ist Sie die Erste, die den Verlagsbesuch begrüßt und mit ihrer Wackelbewegung daher prädestiniert ist, das Gesicht der Redaktion zu sein. Man kann vielleicht sogar so weit gehen und behaupten, dass Sie das Testimonial des Gesellschafts-Echos ist.

Nun zu der Tat, die alles auf einen Schlag verändert:

05.05. 12:03 Uhr: Wie üblich begrüßt Heike die Teilnehmer der monatlichen Redaktionskonferenz. Freundlich mit einem Lächeln auf den Lippen und den Winkearmbewegungen, die kein Auge trocken lässt. Routiniert und verlässlich wie Heike eben ist. Sparnix steht schon auf dem Küchentisch und wühlt wild mit den Armen rudernd in der Redaktionskasse herum. Alle Teilnehmer sehen und wissen gleich, die Zahlen in der Kasse stimmen wahrscheinlich wieder nicht.

05.05. 12:36 Uhr: Während Heike im Hintergrund die ersten Schnittchen schmiert, hat Sparnix die Monats-Zahlen erläutert. Die Zahlen stimmen nicht annähernd mit dem Inhalt der Redaktionskasse überein, aber macht nichts. Beim Blick in Sparnix Silberblick, verzeihen alle dem kleinen Römer seinen Fauxpas.

05.05. 13:03 Uhr: Es wird heftigst über eingegangene Unterlassungserklärungen diskutiert. Heike interveniert mit Schnittchen und schenkt den ersten Helbing ein. Stimmung kocht wieder runter.

05.05. 13:32 Uhr: Sparnix war seit dem ersten Helbing nicht mehr zu sehen. Heike bettelt um eine neue Batterie, das sie ihren Arm nicht mehr lange zu der von uns lieb gewonnen Winkegeste bewegen kann.

05.05. 13:48 Uhr: Die Redaktionskonferenz wird offiziell geschlossen. Die Nutzerzahlen steigen durch die Decke und der Herausgeber und der Chefredakteur überlegen, die Rechtsform des Gesellschafts-Echos direkt von einer Gbr in eine Aktiengesellschaft zu überführen.

05.05. 13:50 Uhr: Der Helbing ist in den Kehlen der Kolumnisten versenkt und nicht mal richtig verdaut, da zieht sich auch Heike aus dem Meetingraum heraus. Sparnix ist weiterhin nicht zu sehen.

05.05. 13:52 Uhr: Die gesamte Redaktion beschließt nun Feierabend zu machen und zieht sich Skistiefel und Schnürschuhe an. Kolumnist Patrick P. Flausch fällt beim Suchen seines Gehstocks und seines Monokels auf, dass Sparnix und Heike bei der Verabschiedung nicht mehr anwesend sind.

05.05. 13:51 Uhr: Die Ereignisse überschlage sich. Nach einminütiger Suche, wird die Suche nach Sparnix und Heike wieder abgebrochen. Sie sind nirgends zu finden.

05.05. 13:52 Uhr: Schnell wird die Presse informiert und eine Vermisstenanzeige bei Domian aufgegeben. Die Redaktion vertraut Domian bei der Suche nach Sparnix und Heike mehr zu, als Vera von Sat 1. Spuren von 2cm großen Speeren im Hausflur zeugen von einem wilden Kampf, bei dem Sparnix wohl alles gegeben haben muss, um sich zu verteidigen.

05.05. 13:54, 23 Sekunden Uhr: Gerüchte machen in der Redaktion die Runde, das Pegidix und seine Gutmenschen hinter dem Verschwinden stecken.

05.05. 13:56 Uhr: Frustriert, dass Heike keinen Helbing mehr serviert, schüttet sich Kolumnist Dr. P den Helbing nun alleine und direkt aus der Flasche in den Hals.

05.05. 13:57 Uhr: Herausgeber und Chefredakteur wissen nicht genau was zu tun ist. Geben als kaufmännische Geschäftsführung aber den Ton an. „Wer hat keine Kohle und wurde g´rad verklagt? Gesellschafts-Echo. Gesellschafts-Echo.“

Wenn Sie Hinweise, Spuren oder Zeugenaussagen hierzu machen können, bitten wir Sie sich direkt an die Polizeistelle ihres Vertrauen zu wenden oder eine kurze Mail an: fe@gesellschafts-echo.de zu schreiben. Alle Hinweise, die zur Aufklärung der Tat beitragen, werden mit einem kostenlosen Abonnement des Gesellschafts-Echos honoriert.

1 Kommentar zu Kidnapping: Redaktionsmaskottchen verschleppt

  1. Ich finde es schon mal sehr vorbildlich, dass Heike und Sparnix an Feiertagen arbeiten, und hoffe doch sehr, dass sich jetzt, zu Pfingsten, alles wieder eingerenkt bzw. die Spuren aufgedeckt werden konnten. Penetrant finde ich ein gutes Motto, übrigens.

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