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Generation „mir doch egal“ – ein Portrait

Hamburg/Berlin – immer dort, wo es wichtig ist… (GE)

Liebe Leser,

das Gesellschafts-Echo rückt mit Thesen und Themen in die Mitte der journalistischen Finesse. Raus aus der einfachen und allgemeinen SATIRE, die auf jedem rumhackt, alles in den Dreck zieht, sich über jeden lustig macht—–Wir können auch anders!!

Jedem von uns dürstet es einmal mit einem Medienskandal à la „Causa Böhmermann“ in die Tagesschau zu kommen, den billigen Witz geschickt zu platzieren, die Lacher von drei Nerds zu kassieren, die unseren Bericht liken, teilen und final von Günther Jauch in einer indisponierten Politdiskussion zitiert zu werden… doch nichts ist wichtiger als die Wahrheit, das schonungslose Offenlegen von gesellschaftlich relevanten Themen, die eine kontroverse Debatte auslösen, wir sind Gesellschaft, wir sind das Gesellschafts-Echo!

In unserem ersten Portrait der Generationen betrachten wir zunächst einmal den „Stadtmensch jung“. Diese widerwärtige verwöhnte Spezies, mit dem Hang zum Egoismus, die in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen ist. Das Alter schätzen wir auf „um die 30“, Familienstand ledig (Der Beisatz des Jobs, „irgendwas mit Medien“ ist ausgelutscht und nicht mehr zeitgemäß) Kleidungsstil, wie üblich, Funktionsjacke Outdoor, angesagte Nike Sportschuhe für 180 Euro, Fjällräven Rucksack, männlich wie weiblich. Stets unterwegs mit einem Rennrad oder dem Fixie für 2.000,00 EUR, in dessen Speichen sich demnächst der Jute-Beutel mit dem Dauerbrenner Aufdruck „Keep calm and carry on“ oder „#george #gina und deine mudda“ verfängt.

Das Dilemma dieser Generation wird deutlich, wenn man das Verhalten in bestimmten Situationen mit dem von normalen Menschen  a) und der beschriebenen Generation „mir doch egal“ b) betrachtet, hier im Fallbeispiel:

Im Trubel der Stadt – Oma Erna stürzt auf dem Bürgersteig, kann alleine nicht mehr aufstehen, benötigt Hilfe.

Verhaltensweisen:

a) Sie helfen der alten Dame kurz wieder auf und erkundigen sich, ob alles soweit in Ordnung ist. Nachdem sie den Gehwagen wieder aufgehoben haben und Oma Erna ihre Gesundheitsfrage bejaht, laufen Sie weiter und wünschen der Dame einen angenehmen Tag.

b) Unser hipper junger Stadtmensch stolpert beim Gehen, den Blick aufs Smartphone gerichtet, über Oma Erna, regt sich kurz auf, wieso diese Obdachlosen jetzt schon mitten auf dem Gehweg liegen und läuft einfach weiter. Er war gerade wieder eingeladen worden zu einer Partie „candy crush saga“. Das ist eindeutig wichtig und muss gleich im Laufen beantwortet werden, busy dieser Stadtmensch, very busy!

Diese und weitere Abbilder unserer Gesellschaft lesen Sie in unserer neuen Serie: Generation XYZ – prägnante Wahrheiten über unsere Gesellschaft! Sofern Sie sich in einem der Beispiele wiederfinden, verzweifeln Sie nicht,  sondern teilen Sie, wie sonst üblich auch, diesen Beitrag bei facebook, instragram, twitter, snapchat oder auf Ihrem YouTubeKanal. Denn es ist Ihnen ja sowieso völlig egal, was sie im Internet liken. Den Hang zu süßen Katzenbabies oder ein geiles Video von mordenden Terrorbanden! #GenerationMirdochegal

2 Kommentare zu Generation „mir doch egal“ – ein Portrait

  1. Ich bin Stadtmensch Jung und alles Genannte trifft auf mich zu, ABER: die zu Boden getrampelte Oma Erna sitzt nun neben mir und darf von meinem Green-Smoothie mitschleifen!

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