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„Brichst du Gesetz, bricht dir Polizei die Beine“ – Ein Kommentar zum Fall Jan Böhmermann

In eigener Sache: Auch wenn es viele nicht glauben werden: Das Gesellschafts-Echo ist ein Satiremagazin, weswegen wir uns natürlich Gedanken um die Vorgänge rund um Jan Böhmermann machen.

Satire, oder das gezeichnete Pendant, die Karikatur, verletzen. Ob es nun religiöse Gefühle, wie im Fall der Mohammed-Karikaturen, Beiträge des Titanic Magazins oder ein extra3-Beitrag über Herrn Erdogan ist: Satire darf und muss weitgehen. Den guten Geschmack auch überreizen, um neue Linien zu ziehen. Dies regt zum Nachdenken an und macht das Üben von Kritik zu einer Normalität.

Allerdings ist nicht alles Satire und es dürfen zwar Gefühle, aber nicht das Gesetz verletzt werden. Die Menschen, die jetzt denken, Jan Böhmermann für sein Schmähgedicht verteidigen zu müssen, haben ihn und Satire nicht verstanden. In seinem Beitrag ging es gerade darum, die Grenzen von Satire aufzuzeigen. Genauso falsch wie die Kritik in der FAZ, dass Jan Böhmermann dieses Mal weit über das hinausgegangen ist, was Satire deckt – genau dies wollte er ja-, liegen seine Jünger, die nun unreflektiert ihn zu verteidigen suchen. Dabei wird er im Vorfeld ganz genau gewusst haben, was auf ihn zukommt. Beleidigung ist nun einmal, was auch völlig richtig ist, ein Fall für das Strafgesetzbuch.

Hoffen wir, dass Barbara Salesch Gnade vor Recht ergehen lässt.

 

Disclaimer: Wir haben diesen Kommentar nur veröffentlicht, da unser Kolumnist Patrick P. Flausch dies wünschte. Wenn er nicht gerade die FAZ kritisiert, hangelt er sich von Gelegenheitsjobs zur Kneipe und Freitags immer zu seinem langjährigen Weggefährten, dem Kundenberater beim Jobcenter und spricht über seine berufliche Zukunft. Er hat es nicht einfach gehabt, bitte lassen Sie ihm seine Kritik. Oder loben Sie ihn. Arbeitslose entwickeln ungeahnte Kräfte am Glas, wenn sie gelobt werden.

4 Kommentare zu „Brichst du Gesetz, bricht dir Polizei die Beine“ – Ein Kommentar zum Fall Jan Böhmermann

    • Sehr geehrter Herr xxTrickshot31xx,

      das ist auch Einschätzung der Redaktion. Auf Anfrage geben wir natürlich sensible personenbezogene Daten unserer Mitarbeiter heraus. Sagen Sie es ihm doch einmal persönlich.

      Danke für das schöne Feedback,

      Ihr Gesellschafts-Echo

  1. Sehr geehrter Herr Flausch,

    dass Sie sich in der Kritik des Pöbels aalen, kann man an Ihrem Anzeigebild sehen.( weg damit)

    Abwertende Grüße
    Dieter B.

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