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Blankenese: Ein Dorf des Widerstandes

Hamburg (GE) Wir befinden uns im Jahre 2016 n.Chr. Ganz Hamburg ist von den Flüchtlingen besetzt… Ganz Hamburg? Nein! Ein von unbeugsamen Nationalisten bevölkerter Stadtteil hört nicht auf, dem Eindringling Widerstand zu leisten. Und das Leben ist nicht leicht für die anreisenden akademischen Flüchtlinge, die als Besatzung in den befestigten Lagern von Blankenese nahe der Elbe ihre Stellung bezogen haben. Die Blankeneser-Nationalisten, die im Gegensatz zu den im Handel erhältlichen Nazis die Bomberjacke mit einem Nerz um den Hals aufwerten, ziehen in den Medien ihre Fäden: „Blankenese ist nicht Freital oder Clausnitz“, schalt es durch die Blankeneser Bahnhofs-Straße unterlegt von der Melodie von Nena´s 99 Luftballons. Der Flüchtlingskonflikt hat sich mittlerweile verschärft. Die „Auto-Aktion“, bei der einkaufende junge Mütter mit ihren Highheels aus Versehen das Gaspedal ihres weißen Porsche Panamera durchdrückten, um den nach Flüchtling aussehenden Menschen anzufahren, erweist sich als Bumerang. Flüchtlinge statten sich mit Skateboards aus und fahren mit Absicht gegen die ebenfalls in Nerz eingepackten Haus-Dackel. Der arme kleine Balthasar. Die Recherche hat ergeben, dass überproportional viele Dackel in Blankenese auf den Namen Balthasar hören. Unser Praktikant bleibt hier für sie am Ball.

„Diese ganze Angelegenheit ist eine grenzenlose und waghalsige Frechheit“

Olaf Scholz (DIE PARTEI),  1. Hamburger Bürgermeister, versucht die Not zur Tugend umzuwandeln. Für 40.000 Flüchtlinge braucht Hamburg alleine in diesem Jahr eine Unterbringung. 39.950 davon werden in Blankenese stationiert. Die restlichen 50 werden im Zuge der Integration auf die anderen Hamburger Stadteile aufgeteilt. „Blankenese gilt seit Gründung als Ballungsraum und ist daher ideal für die Aufnahme von Flüchtlingen geeignet“, ergänzt Scholz gegenüber dem Gesellschafts-Echo. Auf Foren des Elbe Wochenblatt haben sich mittlerweile viele Blankeneser zusammengetan. Der Tenor ist jeweils identisch. „Wir leisten Arbeit, die der Senat verrichten sollte“, „Unterschriften gegen Unterkünfte“, „Hier könnte Ihre Anzeige stehen“ oder „Totes Baby schlecht behandelt?“, sind z.B. nur einige Kommentare vom User Carsten Vitt (nicht verwand mit Sven Väth). Wir bleiben für Sie am Ball. Mit Nerz, mit Bernsteinkrone und dem Fuß auf dem Gaspedal.

Sachdienlicher Hinweis aus der Chefredaktion: Umfragen lassen die Vermutung laut werden, dass der Anteil der AfD-Wähler in Blankenese exorbitant zunehmen könnte. Der Verkauf von Bomberjacken mit besetzten Strasssteinen läuft im Dorf seit Monaten auf Hochtouren.

 

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