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Das haben wir jetzt davon: Straßenbau in Armstorf liegt im Zeitplan

Armstorf (GE) Welch entzückende Nachricht erreichte uns diese Woche in der Redaktion. Der Straßenbau in Armstorf geht gut voran und der örtliche Bürgermeister, Heino Klintworth, konnte auf der Pressekonferenz vor den versammelten zwei Journalisten (1 Praktikant und 1 Azubi des gleichnamigen örtlichen Anzeigenblatts) verlauten lassen: „Die Vollsperrung der Kreisstraße 31 sorgt in der Ortsdurchfahrt zwar noch für Behinderungen, allerdings liegen die Bauarbeiten im Zeitplan, so dass eine baldige Neueröffnung der Kreisstraße möglich ist.“ Neueröffnung? Reden wir hier von einem Shopping-Center? Und dazu darf ja noch mal angemerkt werden, wie scheiß egal uns das ist. Terroranschläge im Westen, Hirnschläge von deutschen Swing-Sängern, Flüchtlinge so weit das Land reicht oder die Satire-Hetze von Erdogan. Wir haben besseres im Sinn, als uns mit dem Heino von Armstorf auseinander zusetzen.

Ja, spinnen die in Armstorf.

Die Verschwendung von deutschen Steuergeldern scheint gerade die Runde zu machen. 11,8 Millionen Euro für das Hafenbecken im Duisburger Innenhafen, 23 statt veranschlagter fünf Millionen Euro für die Sanierung des Dortmunder „U“ im umgebauten Kulturzentrum und Leverkusen gibt sich nicht mit gängigen funktionalen Stadtmülleimern ab. Für die Pillendrescher muss es das  Modell „Toluca“ sein. Für 2.000 Euro das Stück. Ich weiß jetzt auch, warum der ganze Boden in der Redaktion mit Stückchen von Erbrochenen bedeckt ist. Das ist nämlich einfach nur zum Kotzen. Wir waren schon der Annahme, dass unser Praktikant einfach einen angespannten Magen hat. Aber falsch. Der hat: „Politik-Magen“. Eine Straße in Armstorf kostet wahrscheinlich zwei Millionen Euro. Armstorf. Ich sage es gerne noch einmal: Armstorf. Weiß überhaupt jemand wo das ist? NEIN! Wir auch nicht. Abschieben nach Dänemark sollten wir die. Nee, noch besser. Nach Legoland. Da kann dann Heino Klintworth auf der E-Lok fahren und weiter Bürgermeister vom nachgebauten Gotham-City spielen.

Wir wünschen den Armstorfern knöcheltiefen Rollsplitt auf den Fahrbahnen, mondgroße Schlaglöcher und Verformungen, die an Tims Akne aus der Pubertät erinnern. Die neuesten Verkehrsnachrichten lesen Sie natürlich hier beim Gesellschafts-Echo.

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