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Gegendarstellung: Stefan Effenberg – „Ich habe selbst gekündigt“

Paderborn (GE)

Nach der Trennung des SC Paderborn nahmen die handelnden Personen, u.a. der Präsident und Mäzen Wilfried Finke, Stellung zur Personalie Effenberg. Der mit der öffentlichen Darstellung des Vorgangs nicht einverstandene Weltstar legte dem Gesellschafts-Echo exclusiv die wahren Gründe vor, die zur Kündigung bzw. Trennung führten.

Das GE übernimmt keinerlei Gewähr für den Wahrheitsgehalt der Stellungnahme des Tigers, kann diese aber durchaus nachvollziehen.

Gegendarstellung: „Ich habe es nicht mehr ausgehalten“

Ich, Stefan Effenberg, habe selbst beim SC Paderborn gekündigt. In der westfälischen Provinz hält man es auch einfach nicht länger aus. Ein Stefan Effenberg hat Erfolg! Auf und neben dem Platz! Die sportliche Talfahrt und die maue Partylandschaft haben mich zu diesem Schritt geführt, denn es ging keinen Tag länger. Hollywood, oder auch der FC Hollywood, das hat mir einfach gefehlt. Meinen Abgang habe ich genauestens geplant. Nach den beiden Auftakterfolgen nach dem Amtsantritt merkte ich schnell, dass ich mit diesem Verein tatsächlich die Klasse halten könnte. Der Gedanke schauderte mir, denn der hieß, Claudia und ich müssten hierbleiben, so dass ich handeln musste und dies mit einer taktischen Meisterleistung, dem klaren 1:7 gegen den BVB im Westfalenstadion, gleich umsetzte. Die Presse riss sich allgemein, nach meinem Antritt beim SCP, um jeden Quadratzentimeter Meldung von mir. Klar, in einer  Stadt, wo die größte Nachricht ist, dass ein „Tommy“ die 16-jährige Tochter des Metzgers nach einer Party im Savoy geschwängert hat, kann man mit mir ordentlich Absatz machen. Es  wurden extra Parkplätze für die Heerschaar an Journalisten gebaut, die mich beobachten wollten. Ich nutzte dies nun aus und begann die sportliche Talfahrt einzuleiten. Meine Künste als designierter Fußballehrer halfen mir dabei. Meine Taktiken fielen selbst ausgewiesenen Fußballexperten Ralf Rangnick beim Spiel gegen Red Bull Leipzig auf. Brutale Manndeckung á la 1970 hatte ich mir im verstaubten Trainingslehrebuch von Pal Czernai abgeschaut. Als ob ich je in Hennef bei den Lehrgängen des DFB war, da konnte man sich lieber mit einem Gläschen Whiskey an die staubigen Schinken der anderen Legenden machen. Um mich nun endlich auch neben dem Platz zu verabschieden kam das Urteil für Trunkenheit am Steuer gerade recht, hatte ich doch seinerzeit beim Oktoberfest, nachdem Claudia von Lothar angegrabbelt wurde, zu tief ins Glas geschaut! Meine blutende Wunde an der rechten Hand, nach der Geraden, die ich ihm gezimmert hatte, musste damals dringend mit Alkohol betäubt werden. Die drei Maß im Käfer Zelt würden meine Fahrtüchtigkeit nicht beeinträchtigen, dachte ich… Naja, das Denken war noch nie meine große Stärke- Ein Stefan Effenberg grübelt nicht, ein Stefan Effenberg handelt! Sportlich hatten wir uns inzwischen auch gefestigt auf Platz 17 eingenistet. Meine Spieler brachten dem Verein mehr Aufmerksamkeit neben als auf dem Platz ein. Mein bester Buddy Nick Proschwitz wollte sich leider im Trainingslager auf einen Längenvergleich mit seinem Cheftrainer einlassen, dabei vergaß er sich die Hose wieder hochzuziehen. Wir hatten endlich einen Skandal in der Türkei; ich lachte mir insgeheim ins Fäustchen, es lief, dachte ich!

Nun, Claudia redete mir nun eindringlich ins Gewisseen, den Job hier aufzugeben. Ein neues Angebot von Sky, als Fußballexperte, lag mir jedenfalls schon länger von meinem alten Freund Lothar vor, als Entschädigung für die fehlgeleitete Attacke gegen Claudia.  Ich nahm das Angebot an. Endlich wieder alles besser wissen als die Provinzler aus der „Drei-Hasen-Fenster“ Stadt. Im feinen Maßanzug dummes Zeug erzählen, ja diese Perspektive legte mir ein Lächeln aufs Gesicht! Ich rief also Wilfried an und kündigte: „Ich halte es nicht mehr aus, stelle mich frei, ich erreiche die Mannschaft nur noch am Glas!“ Meine Gründe waren sehr sorgfältig ausgewählt. Er akzeptierte diese und kündigte an, dies auch so der Presse vorzustellen. Irgendwas scheint dabei schief gelaufen zu sein. Ich zeigte ihm, nachdem ich mich von der Mannschaft verabschiedet hatte, den Mittelfinger und brauste in meinem weißen Maserati davon – einem Stefan Effenberg ist ein entzogener Führerschein egal!

Euer „Tiger“ Stefan Effenberg

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