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Karnevalsübung in Köln ausgeartet!

Köln (GE) Bei den Vorbereitungen zum diesjährigen Karnevalsumzug ist eine Übung der örtlichen Karnevalsvereine „aus dem Ruder gelaufen“.

Die toleranten Traditonsgruppierungen hatten Menschen mit Migrationshintergrund zur Vorbereitung auf das bunte Treiben in ihre Vereinsheime eingeladen um ihnen das Brauchtum näher zu bringen. Wie üblich floss schon früh eine Menge Alkohol, damit es „richtig schön lustig wird“ und beide Seiten die Vorbehalte gegeneinander schnell abbauen konnten. Der angetrunkene Zustand der Menge wurde durch die Umdichtung diverser Gesänge (u. A. „Mer losse d´r Dom en Kölle“ zu „Mer losse d´r Minarett en Bett“) deutlich. Anschließend ging es in den allseits beliebten „Nahkampf“. Die vorwiegend jungen Männer aus Fernost oder Köln-Chorweiler, alkohol-untrainiert, agierten zunehmend enthemmter und machten damit Rolf, dem Büroangestellten, richtig Konkurrenz. Rolf, der sich zur fünften Jahreszeit immer richtig einen hinter die Binde kippt, um endlich mal an Roswitha, aus dem Rechnungswesen ranzukommen, trollte sich zunehmend in der Ecke und gab sich seiner einzigen Liebe – Mariacron – hin. Der erste gegenseitige Kontakt zwischen Hassan und Uschi wurde mit dem traditionellen Tusch gebührend gewürdigt!

Als die Alkoholvorräte leergetrunken waren, setzte man zur Kür des Nahkampfs an und begab sich mit lustigen, roten Clownsnasen verkleidet in die Kölner Innenstadt. Die Umgebung um den Kölner Dom und den Hauptbahnhof schien hier geeignet zu sein um dem kulturellen Köln ein wenig näher zu kommen. Ziel war es das Treiben „auf und um“ die Karnevalsumzüge so realitätsgetreu wie möglich zu gestalten, so dass das Training auch fruchtet. Die Jungs kesselten gekonnt die „geilen Schnecken“ und willigen „F….“ ein, wie sie es bei den Karnevalsjecken gelernt hatten und grabbelten was das Zeug hielt! „Jungs, dat habt ihr jood gemacht „, tönte es aus der versoffenen Kehle des Club-Präsidenten Krautmacher. Die Sonderübung Taschendiebstahl wurde mit dem Wanderpokal „Bärbel“ ausgezeichnet! Alle legten sich ins Zeug, um siegreich auf der Matratze zu liegen, denn eine ordentliche Matratze in den Containerburgen oder Plattenbausiedlungen gab es bisher nicht. Zum Ende hin verliefen sich die Gruppen. Keiner wollte noch an Ort und Stelle bleiben, niemand wollte hier Vater werden, es war ja nicht Karneval, sondern lediglich Silverster. Die Karnevalspräsidenten klopften den Jungs anerkennend auf die Schulter und brüllten: „Dat wor klass, Ihr habt Eure Karnevalsfähigkeit under Beweis gestellt. Allet joode!“

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