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Mehr Wohnraum für Mietnomaden in Sumte

Sumte (GE) In der Gemeinde Sumte leben aktuell 100 frustrierte Einwohner. Ein Dorf, dass keinerlei mediale Beachtung findet. Lediglich vom Gesellschafts-Echo würde man eine Berichterstattung erwarten, da sich die Redaktion der medialen Aufbereitung von regionalen Kleinstereignissen verschrieben hat. Aber nun? Welch ein Paukenschlag: In einem leer stehenden Bürogebäude soll eine Notunterkunft für Flüchtlinge entstehen. Die Einwohnerzahl von Sumte würde ad hoc verzehnfacht werden. Die Dorfbewohner trieben schon mit Fackeln die Sekretärin des Bürgermeisters durch die schmalen Altstadtgassen und die ersten Filialen der Deutschen Post standen in Flammen. Dass die Deutsche Post in den Skandal hineingezogen wird, hatte aber nur mit den Lieferengpässen zu tun, denen sich eigentlich leidglich die verhassten Dorfnachbarn aus Bleckede konfrontiert sahen.

Aber zurück zum Wesentlichen. Sumtes Bürgermeister Christian Fabel fühlt sich, auf gut Deutsch, in den Arsch gebissen. Eine Notunterkunft für Flüchtlinge in Sumte? Seit Christina M. mit Fackeln durch die Altstadt gejagt wurde, ist sie nicht mehr auf der Arbeit erschienen. So die Lage laut unserem Praktikanten, den wir auf investigative Recherche nach Sumte geschickt hatten.

Christian Fabel hatte nun die zündende Idee: Nachdem sein Schwager auf dreiwöchigen Familienbesuch in Sumte weilte, kam im plötzliche die geniale Idee: „Statt Flüchtlingen brauchen wir im Ort mehr Mietnomaden.“ Christian Fabel (CDU) ist es schon seit Kindertagen gewohnt, auf dreckigen gestapelten Geschirr und Konservendosen aus der Nachkriegszeit zu stehen.

Unser Praktikant konnte in der Eckneipe „Asylterror“ noch ein Gespräch mit Christina M. führen. Sie hatte sich seit drei Tagen in der Kneipe verschanzt, trinkt dort ein Herrengedeck nach dem anderen und ist immer noch postneutral geschädigt von dem Fackellauf. „Ich werde nie wieder mit meiner Laterne spazieren gehen können“, so Frau M. gegenüber unserem Praktikanten.

Weiter führt Sie fort: „Die Nachricht war erst einmal kaum glaubhaft. 1.000 Flüchtlinge, das macht zehn pro Einwohner – die Stimmung im Ort ist nicht so positiv. Wir wissen nicht, was auf uns zukommt. Und der Sommerschlussverkauf von Fackeln hat in unserem örtlichen Hagebaumarkt gerade erst begonnen…“

 

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