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Vorgestellt: Tinder für Pfarrer und Bischöfe

South Carolina (GE) Ein Wisch und Weg. Das dachte sich jetzt auch Sean Rad, Mitgründer und Chef des Dating-Dienstes Tinder. Der Missbrauch der katholischen Kirche an jungen Buben nimmt ein immer größer werdendes Ausmaß an. Online-Mediendienste decken fast jeden Tag einen neuen Kinder-Skandal auf. Print-Zeitungen drucken die Meldungen über pädophilen Mißbrauch schon nicht mehr, da Sie nicht wissen, welche Meldung die aktuellere ist. Bischöfe missbrauchen Ihre Ministranten und tausende von Katholiken treten aus ihren Gemeinden aus.

Genau in dieses Fahrwasser möchte Tinder das Kirchenschiff gleiten lassen.

Sean Rad möchte mit seiner App, kurz vor dem millionenschweren Börsengang, noch eine große und zugleich auch heikle Zielgruppe abgreifen. Er versucht den Kontakt zweier Gottesvertreter zueinander vereinfachen. Dabei hat er den Anmeldeprozess potenzieller Liebessucher nicht nur vereinfacht, sondern revolutioniert:

1. Da sich Tinder-Profile ausschliesslich über Facebook erstellen lassen, tauscht er dieses gegen das Kondulenzbuch aus. Einfach das Kondolenzbuch der Gemeinde synchronisieren und erstellt ist das Profil.
2. Zudem können sich die religiösen Vertreter mit einem kurzen individuellen Text unkompliziert vorstellen. Am besten mit dem eigenen Lieblings-Psalm.
3. Als Profilbild muss kein eigenes Porträt verwendet werden. Es kann auch das Bild eines jungen blonden blauäugigen Knaben sein, der gerade die Gunst des Gemeindepfarrer inne hat.
4. Auch an die Alterseinschränkung hat Sean Rad gedacht. Muss man bei der offiziellen Voll-Version volljährig sein, kann man bei der Pfarrer-Edition auch unter 12 Jahre alt sein.

Da wären wir wieder bei dem Wisch und Weg. Erste Pfarrer merken zunehmends bei ihren Ärzten Beschwerden im rechten Daumen an. Wenn das die Pädophilie-Krise der Kirche aber eindämmt, ist das neue Konzept ein voller Erfolg.

Im Frühjahr 2015 wurde eine „Tinder Stalking Studie“ veröffentlicht. Am häufigsten besucht wurde von den religiösen Vertretern das Profil mit dem Werbegesicht der Kinderschokolade.

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