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Voreilig: ARD widerruft Entscheidung und schickt Nicole zum ESC

DDR (GE) Xavier Naidoo singt für Deutschland. So vermeldeten es viele Nachrichtendienste. Die ARD, die den Künstler für den Eurovision Song Contest stellt, sah sich binnen Minuten in diesem sogenannten Internet (Anm. d. Red. sprich: Internetz) einem Shitstorm gegenüber. Das Gesellschafts-Echo zeigt nur einen kleinen Auszug davon, was die Netzgemeinde von der Nominierung hielt. Als ein pikantes Detail entpuppte sich im Laufe der Nominierung des „Wo-geht-er-denn-nur-hin-Naidoo“, dass die Zuschauer dieses mal nicht über den Kandidaten abstimmen durften, den Sie zum Verlieren nach Stockholm schicken werden.

So schrieb unter anderen Carline Mohr in diesem Internet:
„Ich finds toll, dass Deutschland einen latent homophoben Religionsklemmi zur schwulsten Veranstaltung des Jahres schickt.

Misha Anouk geht sogar so weit:
„Also, Xavier Naidoo vertritt die BRD GmbH beim , aber wer vertritt Deutschland?“

Selbst die Kollegen vom ZDF gingen auf Abstand gegenüber der Entscheidung Ihrer Kollegen von der ARD:
„Unser Parallelprogramm steht noch nicht fest … #ESC2016“

Am treffendsten formulierte es wohl Martin Hoffmann:
„Mein Tipp für den : Xavier Naidoo belegt Platz 88.“

Die Reaktion der ARD liess in Form einer offiziellen Pressemitteilung nicht lange auf sich warten. Der Intendant der ARD, Ulrich Wilhelm, musste zurückrudern und widerruf die Nominierung von Xavier Naidoo. Die 1982 noch 17-jährige Abiturienten Nicole, die im nordenglischen Kurort Harrogate mit ihrem Song „Ein bisschen Liebe, ein bisschen Blödsinn“ zum allerersten Mal  für Deutschland den ESC gewinnen konnte, wird auch 2016 wieder für Deutschland antreten.

„Wir haben die Meinung unserer Zuschauer respektiert und akzeptiert und schicken daher mit Nicole ein echtes Brett ins Rennen für Stockholm“, so Ulrich Wilhelm. Das Brett bezieht sich allerdings nicht auf die starke Künstler-Performance von Nicole, sondern auf ihre Oberweite.

Das Gesellschaft-Echo wünscht viel Erfolg in Stockholm und sucht sich wie das ZDF schon einmal ein Parallelprogramm.

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