Fernschreiber

Duden: Deutsch – GE, GE – Deutsch

Von Mannheim nach Berlin-Alt-Treptow (GE) Der Untergang der Print-Medium wirkt nach. Als einziges Medium in der Bundesrepublik Deutschland besitzt das Gesellschafts-Echo zwar eine Zukunft im Print-Bereich (Anm. d. Red. Wir berichteten bereits exklusiv darüber), aber auch wir wollen uns geschlossen den verbitterten Verlegern und Herausgebern anschliessen und Demut walten lassen, in einer Zeit in der die Druckmaschinen immer langsamer fahren und bald zu einer aussterbenden Art gehören.

Dass in so einer Zeit noch neue Medien entstehen und dass die Redakteure des Gesellschafts-Echo wie der Mourinho unter den Satire-Schreiberlingen dasteht, liegt an der Fokussierung der Leser-Blatt-Bindung. Mit dem Postillon gibt es schon einen Jürgen Klopp. Mit der Titanic einen Huub Stevens und mit dem Freitag einen Jogi Löw. Alles wunderbare Menschen und mittelmäßige Fußball-Lehrer, aber ein Mourinho sagt eben was er will. Warum will jeder wie Mourinho sein? Weil wir auf unsere Leser zugehen. Ihnen über die Straße helfen. Das Kaugummi unter den Fußsohlen abnehmen und teilweise auch die Einkäufe übernehmen.

Wir hören Ihnen zu. Wir hören unseren Lesern zu und geloben Besserung (Anm. d. Red. Häufig überlassen wir unserem Praktikanten die Kommunikation mit dem Leser, aber die Redaktion schmückt sich damit eben gerne). Damit diese Kommunikation in Zukunft keine Einbahnstraße bleibt, haben wir gemeinsam mit dem Bibliographischen Institut (Anm. d. Red. Da erscheint der Duden ihr Idioten), einen Deutsch – Gesellschafts-Echo Leitfaden entwickelt, der die Leser noch enger an uns bindet und von den anderen Medien abgrenzt:

Deutsch: schnackseln; schnack|seln;
Gesellschafts-Echo (GE): Unser Kolumnist Patrick P. Flausch trinkt gerne bei der investigativen Recherche seines Kneipenatlas. Das trinken bezeichnen wir als schnackseln;

Deutsch: investigative Recherche; in|ves|ti|ga|tive Re|cher|che;
GE: Das bedeutet bei uns Google anschmeissen. Was bei journalistischen Ausbildungen als Bibliothek genannt wird, heisst bei uns: „Hast das schon gegoogelt?“. Dauert nicht so lange und kommt das gleiche dabei heraus. Unsere wahren Quellen verraten wir nicht. Es gibt auch nichts zu verraten. Wir haben keine seriösen Quellen;

Deutsch: Kolumne; Ko|lum|ne;
GE: Das Gesellschafts-Echo definiert sich über seine Vielzahl von Kolumnen. Diese Kolumnen unterscheiden sich in Thematik und Schreibstil. Sie sind nie seriös, aber witzig. Seriös kann jeder. Witzig nicht. Deswegen lesen Sie ja auch bei uns;

Deutsch: Verachtungsvoll; ver|ach|tungs|voll;
GE: Verabschiedungsfloskel unseres Kolumnisten Dr. P. Ist so gemeint wie es geschrieben ist;

Duden: PENNY; Pen|ny;
GE: Bundesweiter Discounter der untersten Sorte. Siehe auch: PENNY verkauft den Hass, Zum Framstag: Penny führt Bananen ohne Kerne ein oder Erstmal zum Gifthof;

Duden: Sonntagsfrage; Sonn|tags|fra|ge;
GE: Ist die Frage, die wir bei uns auf der Startseite in regelmäßig wechselnden Perioden austauschen. Die Ergebnisse dieser Umfragen werden für unsere treuen Leser aufbereitet und in mittelmäßigen PowerPoint-Grafiken ausgewertet. Da unsere Inhalte nicht nachweislich die Elite der deutschen Bevölkerung erreicht, bezeichnen wir die Befragten auch gerne als ELITE-Panel.

Duden: Kommentare; Kom|men|tar;
GE: Kommentare sind zum Hinterlassen von Feedback zu unseren Artikeln gedacht. Wir werden auf keinen Kommentar eingehen und keine Fragen beantworten. Sollten die Kommentare negatives Feedback und/oder Kritik enthalten, werden diese einfach nicht veröffentlich;

Duden: In privater Angelegenheit; in pri|vat|er An|ge|le|gen|heit
GE: So starten meist die Artikel, bei denen kein Redakteur genau weiss, in welche Rubrik der Artikel gestellt werden soll. Meistens ist er dann ganz tief unter den Kolumnen versteckt.

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