Fernschreiber

Leserbrief: Bevormundung von Rauchern

Faktisch bewiesen: Alle Satiriker sind sapiosexuell

Hamburg (GE) Seit seiner Gründung sieht sich das Gesellschafts-Echo als ein Medium zum Anfassen. Seither steht die gesamte Redaktionsarbeit unter dem Schirm der politischen Neutralität, Zynismus und Satire. Satire darf alles, aber alles darf nicht Satire sein. Vor allem die politischen Kolumnen stehen für investigative Recherche und Meinungsbildung, die den Lesern in der ganzen Bundesrepublik auf Augenhöhe begegnet.

Wir begegnen also auch Ihnen auf Augenhöhe, lieber Leser.

Uns erreichen täglich mehrere Säcke voller Leserbriefe, Kommentare und Pralinenpackungen. Unser Praktikant hat seit Aufnahme seiner Tätigkeit im Redaktionsalltag deshalb schon über 31 kg zugenommen. Ein Leserbrief allerdings hat das gesamte Team sehr bewegt. E. Aschenbrenner, Bezirkskaminkehrmeister aus Landshut hat unseren Artikel „Lieber Raucher, du bist dumm!“ gelesen und fühlte sich schon bei den ersten Zeilen über die neuen EU-Verordnungen bevormundet.

Dieser Artikel hat Herrn Aschenbrenner dazu bewegt, ein paar Zeilen an das Gesellschafts-Echo zu richten. Wir freuen uns, dass Sie uns erreicht haben und die wir gerne veröffentlichen:

„Sehr geehrte Mitglieder der Chefredaktion,

ich bin ein Leser der ersten Stunde und möchte mich auf diesem Wege an Sie wenden. Ja, ich rauche. Und finde es auch ok, dass in öffentlichen Gebäuden und Gaststätten das Rauchen nicht erwünscht ist. Allerdings bin ich strikt gegen die ewige Bevormundung von Rauchern! Die wollen grausame Bilder auf Zigarettenpackungen kleben (stört mich nicht…!). Warum nicht Bilder von hungernden Kindern auf McDonalds-Verpackungen? Warum nicht gefolterte Tiere auf Kosmetika? Warum nicht Unfallopfer die von alkoholisierten Autofahrern getötet wurden auf Bier und Weinflaschen? Warum nicht geldgeile Politiker auf Steuererklärungen? Wenn schon denn schon, oder? So, bin mal gespannt, ob überbaut jemand den Mut hat diese Zeile zu veröffentlichen. Ich hätte ihn.

gez.
Ein treuer Leser“

Auch wir in der Redaktion haben diesen Mut. Auch wenn wir unseren Praktikanten gebeten haben, diesen Leserbrief zu veröffentlichen. So können wir das im Nachhinein einfach auf ihn schieben.

Aber seien Sie sich auch in Zukunft sicher: Wir treten mit unserer Leserschaft in Kontakt. Ihre Meinung ist uns wichtig. Unser Leserbeirat setzt sich für Sie ein.

Auch Sie wollen einen Leserbrief an die Redaktion schreiben? Schicke Sie einfach eine kurze Mail an: spambot@mailer-daemon.com

Am besten lassen Sie die Betreffzeile leer. Dann landet Ihre Nachricht direkt im Spam-Ordner.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*