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Plus Minus: Frau nimmt mit Almased 15 kg zu statt ab

Bienenbüttel (GE) Almased, der in Pulver gewordene Traum von verlassenen Hausfrauen. Die Reinkarnation von frisch aufgetauten Mett und Pistazien-Eis. Die beste Erfindung seit UV-beschichteten Dachziegeln. Millionen von übergewichtigen Frauen in den Wechseljahren haben damit schon über 1 Tonne abgenommen (Anm. d. Red. Die Zahl ist weder von einer seriösen Quelle bestätigt, noch nachvollziehbar).

Almased soll den Stoffwechsel anregen und durch seinen Eiweißgehalt ein durchgängiges Sättigungsgefühl hervorrufen. Bei Millionen von Frauen funktionierte die „Ich-esse-nix-mehr-und-trinke-nur-noch-billig-hergestelltes-Diät-Pulver“. Aber bei allen Frauen? Nein! Ein von unbeugsamen Metzgern und Bäckereifachverkäuferin bevölkertes Dorf nahe McPom nahm und nahm nicht ab. Ein besonders intensiver Fall trat bei Gisela von Hinten auf.

Sie befolgte neben dem dreimal täglichen Einnehmen von geschmacklosem und übel riechendem Almased-Pulver, auch die auf der Rückseite der Verpackung beworbenen Rezepte. Hierbei stieß Sie auf Rezepte, die für Mett-Liebhaber gemacht zu seien schienen. Dem Gesellschafts-Echo gegenüber versicherte Sie, dass sie sich strickt an die Verpackungsanweisungen hielt.

Täglich machte Gisela von Hinten sich zum Frühstück 250 g frisches Mett. Nach Rezept gab es kein Salz, kein Pfeffer, ja nicht einmal Zwiebeln. Lediglich frisches rosafarbenes rohes Mett. Nachmittags gab es wieder einen kleinen Snack (ca. 100 g rohes Mett), zum Mittagessen noch einmal 350 g und zum Abendessen einen kleinen Absacker von 300 g. Ihr Nachbar Peter Puffpaff war erstaunt, wie viele Einkaufstüten gefüllt mit Mett die Gisela immer mit nach Hause brachte.

Innerhalb von 14 Tagen nahm von Hinten nicht die gewünschten 15 Kg ab, sondern legte diese auf ihre, vom Mett mittlerweile wohlgeformten, Hüften wieder zu. Weder bei Almased, bei der Verbraucherschutzzentrale noch in der Drossel in Barmbek konnte oder wollte ihr geholfen werden. Kurz nach dem Treffen mit von Hinten und der Redaktion bekam sie einen Herzinfarkt, aufgrund des Konsums von exorbitanten Mengen an rohem Fleisch.

Zu einer Stellungnahme bzgl. des statistischen Zusammenhangs der Zahl Pi mit der durchschnittlichen Abnehmquote von Almased und wie man daraus die Wurzel ziehen kann, war vom Fresenius Institut niemand für unserer Redaktion erreichbar. Unser Praktikant bleibt für unsere Leser am Ball.

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