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Bundesministerium für Verkehr erlaubt Sonntagsfahrern auch Samstags zu fahren

Berlin (GE) Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur hat nach der Einführung der LKW-Maut 2005 und dem debilen Versuch der Einführung einer analogen PKW-Maut (warum eigentlich digitale Infrastruktur) nun ein neues Flagschiff-Projekt. Der Bundesminister für Verkehr, Alexander Dobrindt, stellt im Rahmen der Verteidigung seiner Diplomarbeit neue Regelungen für Sonntagsfahrer vor.
Der klassische Sonntagsfahrer besticht durch einen Filzhut und einen äußerst gepflegten Wackel-Dackel von ARAL auf der Hutablag. Laut dem Straßenverkehrsgesetz war Sonntagsfahrern ihr schlechtes, vorsichtiges und auffälliges Fahren nur am Sonntag vergönnt. Statistiker haben aber mittlerweile rausgefunden, dass an Sonntagen in einem unbekannten Erhebungszeitraum 13.254 Staumeldungen auf deutschen Bundesautobahnen verzeichnet wurden. Das ist Rekord. Rechnet man das Ballungsgebiet um Bielefeld einmal raus. Nun wird also auch der Samstag zum Sonntagsfahrer-Tag.

Dobrindt´s Vorschlag stößt auf Nächstenliebe bei den Anwohnern der Großstädte. „Endlich sind am Sonntag die Autobahnen wieder frei und Samstags und Sonntags die Innenstädte verstopft. Ich mag es einfach, wenn ich am Wochenende zu spät komme, weil ich einen Sonntagsfahrer vor mir habe. Die Auf- und Ab-Bewegung der Wackeldackel haben auf mich immer eine aphrodisierende Wirkung.“, so ein Anwohner aus Dresdens Innenstadt.

Alexander Dobrindt geht aber konzeptionell eine Ebene tiefer, um erneut gegen geltendes EU-Recht zu verstossen. „Die Instandsetzung der Fahrbahnen in Innenstädten wird von ausländischen PKW-Fahrern bezahlt. Wir führen eine Sonntagsfahrer-Maut ein, die nur von auswärtigen Fahrern entrichtet werden muss. Somit entlasten wir den kleinen Mann. Und mal ganz ehrlich: Sind 90-jährige Spazierfahrer nicht auch ein bisschen niedlich? Denken Sie an das Stadtbild und die tollen Postkartenmotive.“

 

Das Fresenius-Institut war zu keiner statistischen Stellungnahme bereit.

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