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Freilaufende griechische Katzen verweigern die Gyros-Fütterung durch russische Touristen

Was sind eigentliche genau griechische Katzen? Das Institut für Griechische und Lateinische Philologie hat zu diesem Thema folgende Definition ausgegeben: Bei griechischen Katzen handelt es sich um Katzen aus Griechenland. Der Prototyp der Kretakatze ist klein, schlank und hochbeinig, hat einen dünnen, schmalen Kopf mit spitzen Ohren und Augen, ein kurzes Fell, das nicht haart und ist immer irgendwie ein bisschen rot. Das kann aber auch daran liegen, dass in den griechischen Näpfen für Tiere überwiegend Rotwein ausgeschenkt wird.

Der griechische Gesundheitsminister, Panagiotis Kouroumplis, der als Zehnjähriger erblindete, sieht in der Entwicklung der kretanischen Katze eine ernstzunehmende Bedrohung für die griechische Lebensmittelindustrie. In einem Interview, das exklusiv dem Gesellschafts-Echo vorliegt, wird Kouroumplis mit den Worten zitiert: „Meine Ernennung ist eine Wiedergutmachung. Bloss ohne Gyros mit doppelt Tzatziki.“ Die kriselnde griechische Volkswirtschaft steht nun vor ihrer nächsten Mammutaufgabe: Schon seit der Jahrtausendwende ist zu beobachten, dass die freilaufenden Kreta-Katzen von russischen Touristen keine Gyros-Reste mehr annehmen. Wahrscheinlich sehen die Katzen in den Pelzen der russischen Touristen ihre eigenen Artgenossen. Dass vor allem Nerze auf russischen Schultern getragen werden, scheint indes keiner der Kreta-Katzen aufzufallen. Kouroumplis weiter gegenüber dem Gesellschafts-Echo: „Aber ganz gleich, ob es sich bei einem bestimmten Exemplar nun um eine typische oder um eine untypische Kreta-Katze handelt, jede Kreta-Katze ist auf jeden Fall immer zu 100% eine Katze!“

Die Lebensmittelindustrie ist für Griechenland schon jeher ein treibender Motor der eigenen Volkswirtschaft. Lag der Fleischverzehr 1960 auf Kreta nur bei 35 Gramm täglich, hat sich dieser bis auf aktuell 120 Gramm pro Tag gesteigert. Selbst in der Fastenzeit wird ein wenig genascht. Mit einem jährlichen Durchschnitts-Konsum von 100 Kg / Kopf liegt Griechenland irgendwo in einer Liste, die dem Gesellschafts-Echo nicht vorliegt. Auch die Exporte von Gyros sind für Griechenland sozusagen eine harte Währung. „Vor allem für Ouzo ist Griechenland ja auch bekannt und groß geworden“, so Kouroumplis. Aber nicht ohne unseren Redakteur schnell noch „Gyros, ich meinte Gyros“ ins Ohr zu flüstern. Eine erschreckende Entwicklung, wenn selbst die griechischen „Haus-Katzen“ kein Gyros mehr mögen.

Die Börse in Frankfurt reagiert heute schon auf die gefährliche Trendentwicklung. Der Barel-Preis für den Import von Ouzo verdoppelte sich innerhalb weniger Sekunden. Spätestens der kleine Mann wird die Preissteigerung bei seinem Hausgriechen zu spüren bekommen. Auf Anfrage des Gesellschafts-Echo an das Fresenius-Institut war niemand zu einer Stellungnahme bereit.

In einer so volkswirtschaftlich verzwickten Angelegenheit, kann es eigentlich nur Verlierer geben. Wer denkt an die Katzen, die jetzt von gepökelten Gyros auf Whiskas mit Gyros-Glutamat umsteigen müssen? Wenn sich das Fresenius-Institut diesem Thema schon verweigert, das Gesellschafts-Echo bleibt hier für Sie am Ball.

 

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